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Stimme des Protestantismus gestärkt

Protestanten und Baptisten Europas unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Rom – Die protestantischen Kirchen in Europa und die Baptisten wollen ihre Beziehungen intensivieren und verbessern. Dazu haben die Generalsekretäre der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) und der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF), Bischof Michael Bünker (Wien) und Tony Peck (Prag), am 24. September in Rocca di Papa bei Rom eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die beiden europäischen Bünde sind nun „miteinander kooperierende Körperschaften“. Vorausgegangen waren langjährige theologische Gespräche. Dabei konnten aber die theologischen Unterschiede etwa in der Tauffrage – Baptisten praktizieren die Glaubenstaufe und erkennen die Kindertaufe nicht an - nicht ausgeräumt worden. Deshalb kam eine volle Mitgliedschaft der Baptisten in der GEKE
nicht infrage.

Die Europäische Baptistische Föderation umfasst 51 nationale Unionen in Europa sowie dem Nahen und Mittleren Osten. Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen hat 105 lutherische, reformierte, unierte und methodistische Mitgliedskirchen in über 30 Ländern in Europa und Südamerika. In einigen Ländern bestehen bereits formelle und informelle Beziehungen zwischen GEKE-Kirchen und EBF-Unionen, so in Deutschland, England, Frankreich, Italien, Norwegen, Österreich, Schweden und Tschechien. Peck begrüßte die Vereinbarung als „klares Zeichen für eine tiefere Zusammenarbeit. Beide Zweige der Reformation können einander viel geben und viel voneinanderempfangen“ „Durch die Vereinbarung haben wir die gemeinsame Stimme des Protestantismus in Europa gestärkt“, bestätigte Bünker. Glückwünsche zur Vereinbarung schickte die Konferenz Evangelischer Kirchen in Europa (KEK).
Der amtierende Generalsekretär Viorel Ionita (Genf) hofft, dass die Übereinkunft auch „zu neuen Möglichkeiten für die Zusammenarbeit in der KEK führt“.

Klaus Rösler
www.portal-oncken.de
(29.09.10)