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Obama und Graham beten miteinander

„Pilgerfahrt“: US-Präsident besucht bekanntesten Evangelisten Montreat – US-Präsident Barack Obama hat den wohl bekanntesten lebenden Evangelisten, den Baptistenprediger Billy Graham, besucht.

Der 48-jährigeStaatsmann traf am 25. April mit dem 91-jährigen Baptistenprediger in dessen Haus in Montreat (Bundesstaat Nord Carolina) zusammen – 35 Minuten lang. Wie später bekannt wurde, beteten Graham und Obama miteinander; der Evangelist schenkte dem Präsidenten zwei Bibeln – eine für ihn und eine für seine Frau Michelle. Die beiden sprachen über Frauen, Golf sowie über Chicago. Mit der Stadt waren beide zu Beginn ihrer Karriere verbunden. Grahams Sohn Franklin berichtete ergänzend, Obama habe schlicht Gott „für das Leben meines Vaters gedankt“. Und im Gegenzug erbat Graham Senior des Himmels Segen und Weisheit für den Präsidenten. Graham habe Obama auch geraten: „Der einzige Weg, den Job anständig zu erledigen, ist, aus der Quelle des Glaubens zu schöpfen.“ Sprecher des Weißen Hauses sprachen im Anschluss von einer „Pilgerfahrt“ Obamas. Er hatte in der Nähe einen
Kurzurlaub verbracht.

Graham, der seit sechs Jahrzehnten auch als geistlicher Berater von US-Präsidenten fungiert hat, rief Christen dazu auf, vor Gott für politisch und gesellschaftlich Verantwortliche einzustehen. Graham ist persönlich mit zwölf der bisher 44 US-Präsidenten zusammen getroffen. In seiner über 60-jährigen Verkündigungstätigkeit hat er vor rund 210 Millionen Menschen in 185 Ländern gepredigt, auch mehrfach in Deutschland. Graham ist
gesundheitlich angeschlagen; er leidet unter anderem an Schüttellähmung (Parkinson). Der seit Januar 2009 amtierende Präsident Obama hat sich bisher keiner Kirchengemeinde in Washington angeschlossen. Er nimmt jedoch an Gottesdiensten in der Evergreen Chapel (Immergrün-Kapelle) auf dem Landsitz Camp David teil. Bis vor zwei Jahren gehörte er in Chicago der Dreifaltigkeitsgemeinde der Vereinigten Kirche Christi (UCC) an. Er trennte
sich von ihr im Präsidentschaftswahlkampf, weil Äußerungen des damaligen Hauptpastors Jeremiah A. Wright Irritationen ausgelöst hatten.

Klaus Rösler
www.portal-oncken.de
(27.04.10)

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