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Ostern mal so richtig gefeiert!
Die Grazer Baptistengemeinde feierte Ostern dieses Jahr besonders…
Ein Grund zum FeiernFür Freikirchler sind die großen christlichen Festtage, wie z.B. Ostern, ja bekanntlich eher zum Urlaub machen als zum Gottesdienst feiern willkommen. Dies sollte vom Angebot in der Baptistengemeinde Graz heuer anders herum laufen. In den letzten Jahren wurde, neben dem traditionellen Abendmahl am Gründonnerstag und dem Gottesdienst am Ostersonntag, auch ein meditativer Gottesdienst am Karfreitag veranstaltet. In diesem Jahr gab es nun noch eins oben drauf. Für die Taufe der 8 Täuflinge (eine Deutsche, zwei Aserbaidschaner, fünf Österreicher) suchte man ein besonderes wie historisches Datum. Wie in der Alten Kirche entschied man sich, die Taufe in die Osternacht zu legen, in der bekanntlich am Anfang der Christenheit die Taufen konzentriert wurden, bis es schließlich zu viele wurden. Doch fangen wir von vorne an.
Karfreitag Kommt man aus Deutschland nach Österreich fällt eines in der Karwoche besonders auf: Karfreitag ist kein Feiertag. So sind die Gottesdienstbesuche der Christen evangelischer Couleur auf den Abend des Karfreitags konzentriert. Schon im letzten Jahr haben wir einen meditativen Gottesdienst angeboten. Der Gottesdienst ist mehr auf Besinnung, Stille, Betrachten, Lesung ausgerichtet. Die Passionsgeschichte nach Johannes wurde in verschiedenen Rollen vorgetragen. Eine Bildbetrachtung des Isenheimer Altars lud zum Verweilen ein. Die Lieder, z.B. „Oh Haupt voll Blut und Wunden“ wurden ohne Instrumente gesungen. Die wenigen 13 Besucher gingen gestärkt und zuversichtlich ob des grausamen Karfreitaggedenkens dem Höhepunkt des Ostergeschehens entgegen. Nicht Trauer über einen Verstorbenen ist hier der Mittelpunkt, sondern das Aushalten und Verweilen an dem schrecklichen Ort, wo unsere Schuld und Sünde ein für allemal bezahlt wurde.
Karsamstag/ Osternacht
Ostersonntag Wohl nur 64 hart gesottene Gottesdienstbesucher standen am Sonntagmorgen zum Familiengottesdienst wieder froh und singend zum Lobe des Auferstandenen zu-sammen. Die Verkündigung übernahmen die Sonntagsschulkinder mit ihren Gruppenmitarbeitern, die die Ostergeschichte mit selbstgeschossenen Fotos nacherzählten. So manche zum Schmunzeln anregende Szene oder ein Kommentar der Jüngsten, gestaltete diese Ostergeschichte sehr kurzweilig. Beim Lobpreis nahm man es wortwörtlich, dass Alte und Junge den Namen des Herrn anrufen sollten. Kinder und Erwachsene stimmten ihre Gebete zwischen den Lie-dern an. Und eins ums andere ertönte der Ostergruß: „Der Herr ist auferstanden!“ mit antwortender Gewissheit: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Wie an jedem Sonntag in der Grazer Baptistengemeinde endet der Gottesdienst mit dem Kirchencafé. Doch am Ostermorgen, nach mancher Fastenzeit, schmeckte der Kaffee sicherlich noch einmal ganz anders als gewöhnlich. Willkommen dabei!
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