Wir hatten uns schon lange auf die drei Wochen Südafrika und Mosambik gefreut und waren gespannt, was uns dort erwarten würde. Am 4. Februar war es dann soweit: Zu zehnt machten wir uns auf den Weg über Paris nach Johannesburg, wo wir am 5. Februar um elf Uhr landeten und uns über die warmen 20 Grad Außentemperatur freuten.
Sofort fuhren wir mit drei Mietwagen nach Pretoria, wo wir am Sonntag zusammen mit Alexander Strecker einen Gottesdienst in einem Township besuchten und am Nachmittag zusammen mit zwei EBM-Missionarsfamilien grillten und im Pool badeten.
Am Montag brachen wir schließlich Richtung Maputo auf, der Hauptstadt von Mosambik, in der wir eine Nacht in der EBM Wohnung verbrachten, Ann Kristin und Johanna (EBM-Volontärinnen) sowie Szilvia Papp (EBM-Missionarin) kennen lernten und auf Günther und Doris Schwarzinger stießen. Die Fahrt am nächsten Tag nach Macia war voll spannender und einprägsamer Eindrücke von Märkten, Menschen und der Landschaft. Kaum in Macia angekommen, ging es ans Betten zusammenbauen, damit wir auch einen Platz zum Schlafen hatten. Von Mittwoch bis Samstagvormittag wurde dann
in dem Aidswaisenheim bei 34 Grad im Schatten gestemmt, gefliest, installiert und geschwitzt. Nachdem abends zwölf Leute in der einzigen Dusche geduscht hatten, gingen wir gerne in das einzige Restaurant im Ort, wo wir lustige Stunden verbrachten. Am Sonntag fuhren wir nach einem weiteren schönen Gottesdienst nach XaiXai an den Strand, wo wir ein paar wunderschöne Stunden an einem völlig einsamen Strand verbrachten und die riesigen Wellen genossen.
Danach wurde wieder von Montag bis Donnerstag gearbeitet. Wir sind sehr zufrieden mit dem Pensum, das wir geschafft haben. Das Waisenhaus hat jetzt Strom, Wasser und ca 135 m2 Fliesen. Zwischendurch besuchten einige von uns den Landesschulinspektor von Südmosambik und auch das Krankenhaus von Macia, in dem wir dank Doris eine Führung mit einer jungen Ärztin bekamen. Es war sehr beeindruckend und teilweise auch erschütternd.
Am Donnerstagabend wurden schließlich die letzten Fliesen verfugt und von Freitag bis Sonntag ging es auf nach Tofo zum Relaxen an den indischen Ozean. Die Appartements waren umwerfend und das Wasser warm. Leider verging die Zeit sehr schnell, doch es folgten zwei aufregende Tage im Krüger Nationalpark, wo wir viele Tiere direkt neben dem Auto sahen, die wir bisher nur hinter Gittern im Zoo bewundert hatten.
Die letzten Tage verbrachten wir in Johannesburg, wo wir das
„Bundesbüro“ der südafrikanischen Baptisten besuchten, ein Treffen mit Paul Mzisa dem Generalsekretär hatten und Projekte in Thusong besuchten. Thusong ist ein ca. 50 Hektar großes Grundstück etwas außerhalb von Johannesburg, auf dem sich unter anderem verschiedene Schulungseinrichtungen, eine Tagesbetreuung für Aidswaisen und eine Anlaufstelle für Menschen, die sich auf HIV testen lassen wollen, befindet. In Zukunft sollen auch das Theologische Seminar und das Bundesbüro dorthin übersiedeln. Außerdem haben wir noch zwei Familien in einem Township 80 km westlich von Soweto besucht. Am Abend nahmen wir zusammen mit Tabiso mitten in Soweto an einem Worshipabend in Tabisos Gemeinde teil. Der Abschied von Afrika machte sich schon deutlich spürbar und so fuhren wir am letzten Tag auf der Südhalbkugel nochmal nach Pretoria, um Alex Stecker bei seiner Fußballarbeit zu besuchen. Am selben Abend fuhren wir zum Flughafen und flogen schließlich zurück nach Wien.
Es waren drei wunderbare, beeindruckende, manchmal entbehrungsreiche aber dennoch sehr bereichernde Wochen, in denen wir viel erlebt und gearbeitet hatten. Wir hatten uns als Gruppe sehr gut verstanden und die Zeit sehr genossen!
Anita Carl


